Da wir heuer im April bei der Live-Präsentation des neuen Albums „Universum“ nicht dabei sein konnten, waren wir schon gespannt, wie die neuen Songs live klingen werden.
Nach dem erfolgreichen Check-In in ein kleines Velotique Hotel in der Nähe der Location machen wir uns auf den Weg zum Spannrahmen. Als wir den großen Saal betreten spielt auf einer kleinen Bühne neben dem Mischpult – HBU. Laut Eigendefinition die Boy Band aus Hard unter dem Motto: „Blasmusik, aber sexy“ performen sie bekannte Cover im Brass Band und Dixie Style und bringen das Publikum bereits im Vorfeld in Stimmung.

Kurz nach acht betreten Jürgen Ganahl (Gitarre, Gesang), Christoph Bitschnau (Bass, Chor), Johannes Ganahl (Gitarre), Bernd Schnetzer (Schlagzeug), Andrea Tschugmell-Plangg (Chor) und Marc Spagolla (Keyboards) die Bühne und beginnen ihren Auftritt mit „Öbr da Wòlka“ vom Album „Zalbander“. Anschließend treiben sie die Stimmung im Saal mit „Die beschta of dr Wålt“ und der „Muntafunerbah“ gleich mächtig an. Dann folgt der Titelsong ihres neuen Albums „Universum“. Der Text nachdenklich, die Musik beinahe etwas mystisch, also die ideale Überleitung zum nächsten Song „Geischterhus“.

Nach dem eingängigen „Wo bischt du“ vom 2013er Album „Fifoldera“ spielen Krauthobel den nächsten neuen Song. „Viva Schirun“ ist eine Hommage an ihren Heimatort Schruns im Montafon. Das folgende Lied, die Ballade „Kas net los loh“ ist einer der großen Hits vom Album „Negl mit Köpf“ und hat auch fast dreißig Jahre nach Veröffentlichung nichts von ihrem Zauber verloren. Mit „Der weinende Clown“ – eine der berührendsten und nachdenklichsten Lieder von Krauthobel – schickt die Band das Publikum in eine kurze Pause.


Im zweiten Teil des Programms spielen Krauthobel mit „Luggi“, „Zulattis Marie“ und „Sayonara“ einige Partynummern, die in Vorarlberg jung und alt auswendig mitsingen können. Als Kontrast dazu werden „Herbschtlob“ mit seinem absolut geilen Gitarrensolo und das vom Publikum lautstark geforderte „Stehbock“ aufgeboten. Mit dem Medley, in dem „D`Schöfer vom Garneratal“ und „Dr Winter“ angespielt werden, ist aber noch nicht Schluss.


Das Publikum verlangt mit stehenden Ovationen lautstark nach Zugaben. „Warum“ und „Jugadjohr“ beenden einen tollen Konzertabend, den die Krauthobel Fans sicher noch lange in Erinnerung behalten werden. Eine gelungene Mischung von Songs aus drei Jahrzehnten. Bei mittlerweile zehn Studioalben ist es sicher schwierig, die Lieder für so einen Abend auszuwählen. Krauthobel ist dies an diesem Abend eindeutig gelungen.

Wer die Konzerte in Hard und in Sulzberg Thal versäumt hat, hat am 26. November in Dornbirn das nächste Mal die Gelegenheit Krauthobel live zu sehen.

Am 18. Dezember spielen Krauthobel ihr Benefizkonzert i dr Kilka Münster Schruns. Ein ganz besonderes Konzert für einen besonderen Zweck – ein Benefizkonzert für krebskranke Kinder, die von der Kinderhilfsorganisation Stunde des Herzens betreut werden. Tickets für diese Veranstaltung bekommt Ihr unter https://www.montafon.at
Krauthobel – https://www.krauthobel.com



