HKSPK sind eine Black/Death Metal Band aus Brandenburg. Seit 2023 verbinden Jim, Leon und Arne die kalte Atmosphäre des Black Metal mit dem Druck des Death Metal, direktem Songwriting und vollständiger Eigenproduktion. Nach dem Album „Holy Scum“ aus dem Jahr 2024 und der EP „The Human Butcher“ von 2025 erscheint am 11. September 2026 das Album „Heimkehr“. HKSPK spielte bereits mit Asagraum, Enisum und Waldgeflüster sowie auf Bühnen in Deutschland und Tschechien.
„Heimkehr“ ist das zweite Album von HKSPK. Acht Titel verbinden die kalte Atmosphäre des Black Metal mit dem Gewicht des Death Metal und öffnen sich für Melodie, Doom, Atmosphäre und die direkte Energie des Punk. Die Texte greifen Erlebnisse der Band, Geschichten aus ihrem Umfeld und historische Motive auf. Das Ergebnis ist kein linear erzähltes Konzeptalbum, sondern eine zusammenhängende Reise durch Kontrollverlust, Krieg, Verzweiflung, Rache, Erinnerung und schwarzen Humor.
01 | PRELUDE – „Prelude“ eröffnet das Album mit einer mystischen, leicht epischen und düsteren Atmosphäre. Das Intro wurde in derselben Tonart und im selben Tempo wie „Torture“ geschrieben. Beide Stücke gehen unmittelbar ineinander über und bilden einen gemeinsamen Auftakt. Kurz vor dem Ende führt eine gesprochene Passage direkt in den ersten Song. („In ashes we’re born. Through fire we sail. But tonight… we bring Torture!“)

02 | TORTURE – „Torture“ ist als Dialog zwischen zwei Stimmen aufgebaut. Beide reagieren auf denselben harmlosen Moment. Eine Stimme beobachtet ruhig eine Heuschrecke, während die andere die Kontrolle verliert und sie als tödliche Bedrohung deutet. Der Song zeigt, wie Angst, Übertreibung und falsch gelesene Signale eine Situation in kürzester Zeit verzerren können. Musikalisch beginnt er mit einer melodischen Note aus dem Black Metal und kippt anschließend in schnelle Riffs und hochfrequente Screams.
03 | WHITE SECRETIONS II – „White Secretions II“ ist ein derber und selbstironischer Tourbericht. Nach einem späten Konzert in Leipzig holt die Band in kurzer Zeit nach, was vor dem Auftritt nicht möglich war. Bier und Tequila bestimmen den Abend, während die Rückfahrt von wiederholten Stopps und den Folgen einer völlig übertriebenen Nacht geprägt ist. Musikalisch knüpft der Titel bewusst an „White Secretions I“ und das Debütalbum „Holy Scum“ an.
04 | SONNENJÄGER „Sonnenjäger“ verbindet Kriegsbilder, Naturmotive und mythische Symbolik. Die erste Strophe eröffnet ein brennendes Land und führt einen rätselhaften Boten ein, der für Schicksal, Tod oder Hoffnung stehen kann. In der zweiten Strophe werden Napalm, Kampf und ein besiegeltes Schicksal konkreter. Der Refrain lässt den Sonnenjäger als Figur der Hoffnung und Erlösung erscheinen. Musikalisch orientiert sich das Stück am klassischen Death Metal und arbeitet mit schweren Riffs und einer epischen Grundstimmung.
05 | KILL THE WEAK – „Kill The Weak“ ist der direkteste und punkigste Titel des Albums. Der bewusst provokante Refrain funktioniert als aggressives Mantra und nicht als wörtliche Aufforderung. Die Strophen handeln von Kontrollverlust, bruchstückhaften Erinnerungen, Demütigung und Wut. Musikalisch verbindet der Song Black Metal mit Punk, Hardcore und einem leichten Einfluss aus dem Thrash Metal. Seine Wirkung entsteht aus Tempo, unmittelbarer Energie und einem Refrain, der sich festsetzt.

06 | ROT IN DESPAIR – „Rot In Despair“ ist die bislang persönlichste und emotional intensivste Veröffentlichung von HKSPK. Der Song beschreibt Verzweiflung, Isolation, mentale Erschöpfung und den Moment, in dem selbst Sprache ihre Wirkung verliert. Die Inspiration stammt aus Erfahrungen im näheren Umfeld der Band. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die Unterstützung suchen, sie aber nicht annehmen können. Musikalisch entstand das Stück aus einer Jamsession. Die Strophe basiert auf nur zwei Akkorden und setzt auf Reduktion, Schwere und eine zunehmend atmosphärische Steigerung.
07 | RAIN IN THE FACE – „Rain In The Face“ greift Motive rund um die historische Lakota-Figur Rain in the Face auf, erzählt jedoch keine genaue historische Biografie. Der Text folgt einem Krieger, der früh verwundet wird, einen Namen als Bestimmung erhält, Gefangenschaft und Tod überlebt und schließlich Rache übt. Der Sieg bringt keine Erlösung. Am Ende bleiben Schande, Verlust und die Erkenntnis, dass das Opfer den größeren Konflikt nicht beendet hat. Musikalisch verbindet der Titel kalten und treibenden Black Metal mit einer stark erzählerischen Gesangsführung.

08 | HEIMKEHR – „Heimkehr“ ist der abschließende Song des Albums und führt dessen zentrale Themen zusammen: Erinnerung, Kameradschaft, Verlust, Leere und die bleibenden Folgen vergangener Kämpfe. Dabei geht es nicht um eine triumphale Rückkehr, sondern um den Moment danach – wenn der Lärm verstummt, die Wunden bleiben und deutlich wird, dass nichts mehr so ist wie zuvor. Der Song verarbeitet zugleich Erfahrungen und Rückschläge, die HKSPK als Band geprägt haben. Er blickt auf gemeinsame Wege, auf Brüche, Enttäuschungen und auf das, was trotz allem bestehen bleibt. Die Vorstellung von Heimkehr verspricht zunächst Wärme, Nähe und Sicherheit. Doch dieses Versprechen wird nicht eingelöst. Der vertraute Ort bietet keinen wirklichen Trost, weil die Vergangenheit mit zurückkehrt. Musikalisch und inhaltlich bildet „Heimkehr“ deshalb keinen versöhnlichen Abschluss. Der Song lässt das Album bewusst offen und schwer enden. Man erreicht das Ziel, aber nicht unversehrt. Man kehrt zurück – aber nicht heil.
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