Philip Sayce war live im Backstage München – Gonzo Gonzito Gonzales war dabei

(Philip Sayce, Photo: Gonzo Gonzito Gonzales / X-Act)

(14.10.2026 – Backstage München) Heute live im Backstage, die Bluesrock Legende Philip Sayce Ein Blues und Bluesrock Zuckerstück vom Feinsten, ein Guitarrenmeister der Extraklasse.

Philip Sayce geboren in Wales, als Kind mit seinen Eltern nach Kanada ausgewandert, hat schon in frühen Jahren sein Leben der Musik verschrieben…nach den Lehrjahren in denen er durch die Clubszene Torontos dingelte, kam er 1997 zur Jeff Healey Band. 3,5 Jahre tourte er weltweit mit dem Meister, danach übersiedelte er nach Los Angeles und kam 2004 in die Band von Melissa Etheridge. Es folgten weitere weltweite Auftritte mit M.E. unter anderem auch bei den Academy Awards und den Grammy Awards.

2009 brachte er sein 1.Soloalbum „Peace Machine“ heraus…danach folgten nacheinander weitere Megaalben: „Innerevolution“ (2010), „Ruby Electric“ (2011), „Steamroller“ (2012) und „Influence“ (2014). Auf diesen Alben wird mehr gerockt als Blues zelebriert. Deutlich erkennt man seine Vorbilder: Jimi Hendrix, Steve Ray Vaughn Gary Moore.

(Philip Sayce, Photo: Gonzo Gonzito Gonzales / X-Act)

Hier und heute legt Sayce von Anfang an mit voller Power los…doch schon nach 2 Songs verfällt das ganze in eine Mega monumentale Guitarren Solo Exstase…über die Halfte des ca 2stündigen Gigs wird die Gitarre malträtiert bis zum Exzess…es gibt viel zu selten die ruhigen melodiösen Momente..der Meister zeigt was er draufhat und spielt sich in einen „Gitarrenorgasmus“… leider auf Kosten des Gigs, der unter dieser Solo Orgie eindeutig leidet.. alles gut und recht,wenn ein echter Guitar Hero zeigt was er kann, doch die Songs dürfen nicht den Soli geopfert werden

Hat Mr Sayce doch so viele echte Kracher in seinem Repertoire. Als Zugabe eine 12Minuten Bluesnummer von Albert King und zum Abschluss noch eine Rocknummer…jawohl dieser Mann, inzwischen 50 Lenze jung beherrscht sein Instrument und singt und ackert bis der Schweiss über seine Nase tropft

Aber manchmal ist etwas mehr Melodie und mehr Rhythmus auch mehr sinnvoll im Sinne der Stimmung.vor allem wenn man nicht nur für Guitarrenfreaks sein Können präsentieren will..nichts für ungut…aber nach so einer Gitarrenexstase läuft bei mir in den nächsten Tage erst mal viel Pink Floyd…

Text und Fotos – Gonzo Gonzito Gonzales

(Philip Sayce, Photo: Gonzo Gonzito Gonzales / X-Act)