Im Rahmen ihrer „Witches and Kings Tour 2026“ machten Burning Witches mit Special Guest Hammer King und ihrem aktuellen Album „Inquisition“ Station in München. Martin Geier war vor Ort dabei und hat uns Text und Fotos zur Verfügung gestellt – Thanks

Den Beginn in der gut gefüllten Backstage Halle machen pünktlich um 20 Uhr, die aus Kaiserslautern stammenden Hammer King. Mit ihrem klassischen, theatralischen Metal erinnern sie an Bands wie Manowar oder Judas Priest. Was den Auftritt erfrischend macht, ist das Storytelling des Sängers, der die Geschichten mit einer Prise Ironie rüberbringt, das macht den Auftritt sympathisch. Die Band spielt straighten Power-Metal, handwerklich gut gemacht und kann das Publikum begeistern. Zum „Hammerschwingen“ und „Goldmünzen-Werfen“ kann man stehen, wie man will, das gehört wohl zum Storytelling. München wird zum „Hoheitsgebiet“ erklärt – damit musst Du als Bayer erst mal klar kommen. Der stimmungsmäßige Hammer (King) war eindeutig das Cover von „Danger Zone“ von Kenny Loggins – ich bin mir echt nicht sicher, ob ich Tom Cruise im Publikum gesehen habe … Mit zehn Songs haben Hammer King die Spielzeit von ca einer Stunde sehr gut genutzt, und das Publikum für den Hauptact entsprechend angeheizt.

Nach einer erfreulich kurzen Umbaupause stehen dann die Witches auf der Bühne. Ich habe die Band jetzt drei Mal gesehen – nach London im Oktober 2023 (Opener für Paul Di Anno(RIP) und KK`s Priest) und Februar 2024 in München. Und: was für einer Weiterentwicklung – musikalisch. Die Band tritt als super eingespielte Einheit auf. Lala und Janine als Rhythmusmaschine, wie ein Schweizer Uhrwerk. Dann die beiden Axe-Women Courtney und Romana, die sich souverän mit Rhythmusarbeit und Soli batteln. Und wie cool muss eine Romana sein, als ihr Gitarrenroadie Sekunden vor dem Solo-Intro zu „Lucid Nightmare“ das Kabel ihrer Gitarre wechselt – und sie zuckt nicht einmal mit der Wimper – ein Detail, das zeigt, wie robust und reif Burning Witches mittlerweile sind.

Der Bringer war, aufbauend auf dem Fundament, Laura Guldemond. Ich habe sie insbesondere in London noch erlebt, wie sie manchmal mit Timing und Volumen gekämpft hat. Davon keine Spur mehr. Die Stimme war extrem vielseitig, zwischen Klargesang, Growl, Halford-like Shorts – eine enorme Reife und Variabilität. – einfach wow! Ganz zu schweigen von der Guldemond-typischen brachialen Energie und ihrer ansteckenden positiven Ausstrahlung auf der Bühne. Was für eine Frontfrau!
Die ganze Band liefert eine Show aus einem Guss, voller Spielfreude, Energie und handwerklich auf Top-Niveau. Erfrischend ist auch, dass sich Burning Witches wohl mehr auf Pure F*cking Metal statt auf Theatralik und Klischee Hokuspokus fokussieren. Die 90 Minuten Show verfliegt und mit den Legacy-Zugaben „Hexenhammer“, „Wings of Steel“ und „Burning Witches“ endet ein grossartiger Abend in bester Classic-Metal Tradition. Gerne bald wieder.

- Setlist:
- „Sanguini Hominum“
- „Soul Eater“
- „Shame“
- „Dance with the Devil“
- „Maiden of Steel“
- „The dark Tower“
- „Sea of Lies“
- „Inquisition“
- „Release Me“
- „Black Widow“
- „Evil Witch“
- „Lucid Nightmare“
- „The Witch Circle“
- Encore:
- „Hexenhammer“
- „Wings of Steel“
- „Burning Witches“

Mehr Infos über Burning Witches http://www.burningwitches.ch
Hammer King https://hammer-king.com
Napalm Records http://www.napalmrecords.com
Text und Fotos: Martin Geier









