Schwarzes Edelweiss „Eine böse Nachtgeschichte“ – das Interview

Auf dem dunkel gehaltenen Bild sieht man die drei Musiker der Band Schwarzes Edelweiss. Die Sängerin sowie die anderen beiden Musiker sind ganz in Schwarz gekleidet

Nachdem Schwarzes Edelweiss mit ihrem Musikprojekt „Eine böse Nachtgeschichte“ bei dem Premierenkonzert, aber auch auf Facebook und YouTube für Furore sorgten, haben wir sie vor unser X-Act Mikro gebeten.

X-Act: „Freut uns, dass wir mit Euch über Schwarzes Edelweiss plaudern können. Ihr seid ja alle drei bereits durch Eure Beteiligung in anderen Bands in der Tiroler Musikszene bekannt. Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen?“

Mina: „Ganz klar: als ich entschied, ein neues Projekt zu starten, wollte ich unbedingt Martin als Gitarristen dabei haben. Durch unsere langjährige, enge Zusammenarbeit kennen wir uns musikalisch, wie auch persönlich sehr gut und ergänzen uns in Komposition und Kreativität perfekt. Uns fehlte nur noch ein Starbassist (Mina lacht), den wir sogleich gefunden haben. Als ich Andi zum ersten Mal traf, wusste ich auf Anhieb: Das ist er! Schon bei den Proben wurde uns dreien klar, etwas ganz Besonderes verbindet uns. Es erforderte viel Arbeit, Mut und Disziplin, unser Projekt „Schwarzes Edelweiss“ zu schaffen. Und ich bin heilfroh und äußerst dankbar, dass wir uns gefunden haben und ein so gutes Gespann geworden sind.“

X-Act: „Was steckt hinter dem Bandnamen Schwarzes Edelweiss?“

Martin: „Wir wollten einen Namen finden, der unsere Musik widerspiegelt. Roh, kraftvoll, elegant und schon ein wenig düster sollte er klingen. Ein schwarzes Edelweiss ist eine neue Gattung und kommt, so wie unsere Musik, bisher noch nicht vor.“

X-Act:“Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben?“

Andi: „Kraftvoll und zart. Düster und hell. Zum Schmunzeln und Ernst. Genauso gegensätzlich wie unser Bandname. Und immer begleitet von einem Hauch des Wahnsinns. Und aus diesem Grund bedienen wir uns aus Elementen verschiedenster Musikrichtungen, die zum jeweiligen Song und seinem Text passen. Unsere Musik hat definitiv auch einen Bezug zu den alten Wurzeln Tirols – Melodien aus der Zwischenwelt.“

X-Act: „Eine böse Nachtgeschichte wurde ja erst vor kurzem uraufgeführt – könnt Ihr unseren Lesern sagen, worum es bei Eurer Geschichte geht? – Ohne zu viel zu verraten.“

Martin: „Eine böse Nachtgeschichte“ handelt im Grunde von alten Geistern, dunklem Zauber und Flüchen, wenn man es so nennen mag. Wesen der Dunkelheit haben es ganz besonders auf eine junge Frau abgesehen. Ein Fremder will ihr dabei helfen, sich von ihrem Fluch, ihrem Schatten zu befreien. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Reise voller Geheimnisse, böser Überraschungen und fesselnder Musik.“

X-Act: „Wer ist bei Euch für die Texte und wer für die Musik verantwortlich?“

Mina: „Die Texte kommen großteils von mir, die Musik von uns dreien. Beim Songschreiben herrscht bei uns viel Intuition. Wir tüfteln sehr gerne herum. Manchmal hat Andi eine Idee für Martins Gitarrenspiel, mal fällt Martin eine gute Textpassage ein und hin und wieder singe ich Andi eine Basslinie vor. Es macht einfach Spaß, das Beste aus unseren Songs herauszuholen. Und das Ergebnis unserer Musik kommt ganz klar von uns allen.“

X-Act: „In Euren früheren Bands habt Ihr ja Englisch gespielt und gesungen – ist die deutsche Sprache nicht ein Risiko?“

Mina: „Ganz und gar nicht. Unsere Musik profitiert auf jeden Fall von den deutschen Texten. Für mich ist es wie eine Befreiung, in deutschen Worten zu singen und zu performen. Ich kann meine Gedanken und Gefühle viel wortgewandter und präziser formulieren. Und noch dazu macht es viel mehr Spaß. (Mina lacht). Unser musikalisches Stück „Eine böse Nachtgeschichte“ spielt in den Tiroler Bergen, was meiner Meinung nach die deutsche Sprache unumgänglich macht.“

X-Act: „Die zwei Zugaben waren aber nicht Teil der. Geschichte. Habt Ihr noch andere Songs im Repertoire?“

Andi: „Ja, klar. In „Eine böse Nachtgeschichte“ führen wir 16 Songs auf. Jedoch haben wir einige Songs mehr, die wir auch bei den Konzerten aufführen. Das Songschreiben ist unser aller Leidenschaft und jeder von uns bringt laufend Ideen für neue Songs, sodass wir mittlerweile ein großes Programm haben.“

X-Act: „Habt Ihr mit den überaus positiven Reaktionen anlässlich Eurer Uraufführung gerechnet?“

Martin: „Uns ist schon klar, dass wir da etwas geschaffen haben, auf das wir ruhig ein wenig stolz sein dürfen. Doch mit so einem positiven Feedback haben wir bei weitem nicht gerechnet. Wir sind dankbar und freuen uns auf die nächsten Aufführungen.“

X-Act: „In welche Location oder in welches Ambiente würde Eure Geschichte passen? Ich durfte ja bei der Uraufführung dabei sein und bin der Meinung, dass die. Geschichte schon die Aufmerksamkeit des Publikums erfordert – ein bestuhlter Saal wäre da sicher ideal.“

Andi: „Im Grunde können wir unsere Songs überall und in jedem Rahmen präsentieren. Für die Aufführung unseres Stückes ist ein bestuhlter Saal sicher von Vorteil.“

X-Act: „Mit welchen Bands würdet Ihr gemeinsam auf der Bühne stehen?“

Martin: „Es gibt keine speziellen Bands. Grundsätzlich treten wir sehr gerne mit anderen Bands auf, die Live-Musik machen. Aber unser Traum ist es, eines Tages mit einem Orchester zu spielen.“

X-Act: „Vielen Dank für das nette und lustige Gespräch. Wir wünschen Euch viel Erfolg mit „Eine böse Nachtgeschichte“ und werden in Zukunft auch weiterhin über Euch und Eure Musik berichten.“

Nähere Infos zu Schwarzes Edelweiss findet Ihr auf deren FB-Seite und auf YouTube

(Alle Fotos zur Verfügung gestellt von Schwarzes Edelweiss)