Anlässlich des neuen Musikvideos „Dann geht`s den Affen gut“ von Bluatschink erklärt uns Toni Knittel, wie das Video entstanden ist.
Toni Knittel: „Wir haben ja mit den Familienkonzerten seit langer Zeit ein zweites Standbein bei Bluatschink – und das macht unglaublich viel Spaß. Als wir in der Corona Zeit alle Konzerte absagen mussten, haben wir uns vor den Computer gesetzt und beschlossen, dass wir die Zeit sinnvoll nutzen und Musikvideos produzieren. Zum Glück hatte unser jüngster Sohn da sehr viel Ahnung und so konnte ich mir die wichtigsten Fähigkeiten aneignen, die man braucht, um so ein Video selbst zu gestalten. Dabei sind einige Videos entstanden, die sehr erfolgreich sind – Spitzenreiter ist das Video vom „Huberbauern“, das inzwischen viele Millionen Klicks auf YouTube hat.
Aber es gibt da ein Lied, das von je her bei den Live-Konzerten mit Kindern absolut toll ankommt: „Dann geht`s den Affen gut“.
Und für die entsprechende CD dazu gab es immer schon lustige Illustrationen von unserer Haus und Hof Illustratorin Svetlana Killian. Ich habe schon vor zwei oder drei Jahren einmal angefangen, die Affen-Figuren zum Leben zu erwecken – aber das ist nach den herkömmlichen Methoden sehr aufwändig und zeitintensiv. Das Ergebnis ist dann oft leider entsprechend enttäuschend. Inzwischen hat sich aber bei der „Künstlichen Intelligenz“ vieles getan und so habe ich vor ca. einem Jahr einmal erste Gehversuche gemacht – und das sah doch gleich viel besser aus. Die ganzen Dschungel-Hintergründe habe ich mir schon vor Jahren erarbeitet und da konnte ich jetzt alle möglichen Experimente mit illustren Figuren mache, die ich in diese Hintergründe hineingesetzt haben.

Wir sind zum Glück viel auf Tournee, aber das ist im Zusammenhang mit dieser Arbeit ein Problem. Denn da kann man sich nicht einfach mal ab und zu eine halbe Stunde hinsetzen. Ich will nicht die kompletten Szenen von KI produzieren lassen, sondern meine eigenen Vorstellungen umsetzen. Und daher lasse ich KI immer wieder einzelne Details produzieren, aber den Rest füge ich dann selbst genau nach meinen Vorstellungen zusammen. Und wer schon einmal versucht hat, mit KI kreativ zu arbeiten, der weiß, dass das unglaublich toll und gleichzeitig absolut frustrierend sein kann. Man bastelt in Photoshop die jeweiligen Vorlagen – z.B. den Ausgangspunkt einer Bewegung und das Schlussbild – und gibt dann im sogenannten „Prompt“ vor, was die KI damit machen soll.
Und wenn ich jetzt auf die ganzen verschiedenen Szenen und alle einzelnen Figuren zurück blicke, dann musste ich im Schnitt jeweils mindestens zehn Versuche machen, bis die Figur in der Szene genau getan hat, was ich wollte. Ab und zu ist es sogar passiert, dass die KI etwas komplett Anderes gemacht hat – und plötzlich fiel mir auf, dass das ja trotzdem in die Gesamtszene passen könnte, wenn ich da die anderen Dinge anpasse. Da ist die eigene Kreativität schon doch noch ein sehr großer Vorteil!
Denn von „Wow – das ist genau, was ich wollte“ bis zu „Wie bitte? Was ist das jetzt für ein Mist?“ – war da wirklich alles dabei. Ich habe für dieses 4-Minuten-Video insgesamt mehrere hundert KI Versuche gebraucht. Und dabei muss ich sagen, dass es mich immer wieder überrascht hat, wie schnell sich diese Geschichte weiterentwickelt. Einige Affen-Bewegungen, die ich noch in den letzten Oster-Ferien erstellen ließ, habe ich jetzt in den Weihnachtsferien – wo ich endlich wieder Zeit hatte – komplett neu erstellen lassen, weil die KI das inzwischen so viel eleganter löste.

Ein weiterer Schritt, der für dieses Video notwendig war, ist schon bei der Arbeit in der Corona-Zeit vorbereitet worden: Das Verwenden einer Green-Box. Ich habe mir damals schon einen grünen Hintergrund im Studio installiert. Das haben sicherlich viele schon einmal gesehen – aber ganz kurz erklärt: Wenn man sich davor stellt und filmt, dann kann man hinterher dem Computer den Befehl geben: „Lösche alle Grünanteile bei dieser Aufnahme“ – und schon verschwindet die grüne Leinwand. Es sind nur noch die Dinge zu sehen, die eine andere Farbe haben. Man sollte also auf dem T-Shirt keine grüne Blume haben, sonst hat man auf einmal ein Loch im Bauch *grins*.- ist man auf diese Weise „freigestellt“, kann man im Video in eine. Dschungel-Landschaft hineingestellt werden. Das haben wir bei den Szenen gemacht, in denen Margit und ich mitten unter den Affen sitzen, stehen oder durch den Dschungel spazieren. Hier brauchst Du eine gute Vorstellung davon, was in der Szene um dich herum passiert, damit die mit den Figuren auch ein bisschen interagierst.
In diesen 4 Minuten stecken unglaublich viele Arbeitsstunden. Ich hoffe sehr, dass man das den Aufnahmen nicht ansieht. Es soll quietschbunt und vergnügt rüberkommen und Alt und vor allem Jung viel Spaß machen! Die Ideen für das nächste Video schwirren auf jeden Fall bereits durch meinen Kopf!“
Vielen Dank an Toni Knittel, dass er uns von X-Act einen Einblick in die Entstehung seines neuesten Videos gegeben hat. Mehr Infos findet Ihr unter http://www.bluatschink.at
Und natürlich könnt Ihr das Video „Dann geht`s den Affen gut“ auf YouTube ansehen.





