SILIUS – Zwischen Motörhaub, 15 Bier und dem Pakt mit dem Teufel – Lucy_unleashed hatte die Möglichkeit Fragen zu stellen – Martl beantwortete sie bereitwillig.
SILIUS sind: Benji – Vocals, Haui – Guitars, Manu – Drums, Martl – Bass & Vocals
- Steckbrief:
- Herkunft: Tirol, Austria
- Gegründet: 2013
- Genre: Thrash / Groove Meetal
- Alben: „Hell Awakening“ (2017), „Worship to Extinction“ (2020), „Beneath the Flesh“ (2025)
- Label: Hellbound Records
- Idole: Pantera, Black Sabbath, Motörhead, Metallica
x-Act: „Bevor wir über Musik reden: Euer Tourvan verfolgt mich gefühlt schon seit Jahren. Hat der eigentlich einen Namen? Und ist er für euch noch Transportmittel oder längst ein heimliches Bandmitglied mit eigener Persönlichkeit?“
Martl: „Hey Luzy. Erstmal vielen Dank fürs Interview, freut uns sehr. Ja, unser geliebter, treuer Bus. Ursprünglich wurde er „The Black Fuck“ genannt – eignete sich dann als Familienkutsche nicht so. Haha. Heute wird er „Motörhaub“ genannt, und ja, er ist mittlerweile mehr als nur ein Transportmittel.“
x-Act: „Der Name SILIUS klingt ziemlich markant. Woher kommt er eigentlich wirklich – und gab es damals noch andere Namensideen, über die ihr heute lachen müsst?“
Martl: „Der Name „Silius“ war eine Idee von Haui und hat mehrere Bedeutungen. Es ist ein lateinischer Name, aber auch ein römischer Statthalter trug diesen Namen. Außerdem gibt es ein Nintendo-Spiel namens Journey to Silius und ein Dorf in Italien. Cheers an unsere Freunde vom MC Red Scorpions an dieser Stelle. Anfangs überlegten wir, ob wir uns nach einem tief-tiroler Dialektwort nennen sollten, wie „Eirti“, „Pfousa“ oder „Fanga“. Haha. Eine Zeit lang wurden wir auch „Faaaah“ genannt. Haha.“
x-Act: „2015 standet ihr schon in Wacken. Wenn ihr heute darauf zurückblickt: Was ist die stärkste Erinnerung an diesen Auftritt – und wie sehr hat euch Wacken damals als Band geprägt?“
Martl: „Meine stärkste Erinnerung ist wahrscheinlich, dass es geschüttet hat wie aus Kübeln und das Bühnendach mehrmals einen Wasserfall auf die Bühne platschen ließ. Der Auftritt war für uns damals natürlich riesig, weil es erst unser zweites Jahr als Band war. Wir haben noch jahrelang mit Folgeauftritten davon profitiert.“
x-Act: „Wenn ihr gerade nicht mit SILIUS unterwegs seid: Was macht ihr eigentlich beruflich? Und wissen eure Kollegen alle, was ihr nebenbei auf der Bühne veranstaltet?“
Martl: „Oh ja. Dadurch, dass wir auch außerhalb der Band beste Freunde sind, wissen wir über jeden genauestens Bescheid. Manu, unser Drummer, ist Mechaniker, Benji ist Klein-LKW-Fahrer und Haui ist leidenschaftlicher Asphalt-Cowboy. Ich bin in der „Gas-Wasser-Scheiße“-Branche tätig.“
x-Act: „Woher könnt ihr eigentlich alle so verdammt gut eure Instrumente spielen und singen? Wurde euch das musikalische Talent schon in die Wiege gelegt – oder habt ihr irgendwann heimlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen?“
Martl: „Ja, ein gewisses Talent wurde uns eventuell geschenkt. Das mit dem Teufel kam erst später. Haha. Ich persönlich habe mein Talent erst entdeckt, als ich mit meiner sportlichen Karriere KLÄGLICHST gescheitert bin und etwas weniger Anstrengendes machen wollte, bei dem der Genuss von Alkohol anerkannt wird.“
x-Act: „Ihr habt euch über die Jahre verändert und auch Besetzungswechsel erlebt. Was muss jemand außer musikalischem Können mitbringen, damit er wirklich zu SILIUS passt?“
Martl: „In erster Linie muss es menschlich passen. Die Leidenschaft zur Musik und die Motivation sollte man natürlich auch mitbringen. Und ganz wichtig: Nach stabilen 15 Bier sollte er oder sie maximal eine leichte Müdigkeit verspüren – sonst wird’s problematisch …“
x-Act: „Was bedeutet Erfolg für SILIUS heute? Noch einmal Wacken, größere Touren, ein bestimmtes musikalisches Ziel – oder einfach weiterhin gemeinsam genau diese Band machen zu können?“
Martl: „Die Musikbranche hat sich in den letzten Jahren extrem verändert. Genauso wie unser Privatleben mit Familie, Job und so weiter. Natürlich will man große Festivals und Touren spielen, aber mittlerweile sind uns der Spaß und vor allem die Gesundheit viel wichtiger geworden. Das Ziel ist also eigentlich einfach, Spaß zu haben und so lange wie möglich weiterzumachen.“
x-Act: „Und zum Schluss: Wenn ich euch nachts um drei mit dem Tourvan irgendwo gestrandet sehe – wem gebe ich Werkzeug, wem Kaffee und wem nehme ich besser sofort den Autoschlüssel weg?“
Martl: „Werkzeug gibst du am besten unserem Mechaniker Manu. Da er auch der einzige Kaffeetrinker der Band ist, kannst du ihm den gleich mitgeben. Wer den Autoschlüssel niemals bekommen sollte, ist unser Roadie „Loore“. Der ist zwar meistens nüchtern, aber dafür blind wie ein Maulwurf. Daher auch sein Spitzname: Markus „The Mole“ Loore.“
Martl: „Vielen Dank für das Interview und für euren Support. Hat Spaß gemacht. Cheers!“
Das Interview führte Lucy_unleashed
Mehr Infos über Silius findet Ihr auf – http://www.silius.at


